Die Récitations von Georges Aperghis in einer szenischen Fassung von leitundlause


Mit:

Sarah van der Kemp, Irmtraud Horstkotte, Sabine Hilscher, Ursula Renneke, Mariel Jana Supka


Kostüme und Objekte: Sabine Hilscher

Leitung: Matthias Rebstock

  

25.9.2001 Festival für junge Kultur Düsseldorf (Wettberwerb/1. Preis)

16 .7.2002 Theater am Halleschen Ufer, Berlin

23.8.2002 Festival für neue Musik Rümlingen (Schweiz)

26.9.2002 tanzhaus nrw , Düsseldorf

16./ 17.11. 2002 staatsbankberlin,  Berlin-Mitte



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Récitations

Die “Récitations pour voix seule” (1978) von Georges Aperghis sind ursprünglich Vokalstücke für Sopran solo. Die insgesamt 14 Stücke changieren zwischen Musik und Sprache, zwischen Bedeutungsfetzen, Gestischem und reinem Klang. Sie sind nicht als Musiktheater geschrieben und enthalten auch keinerlei Angaben für eine szenische Umsetzung. Dennoch leuchten in den Récitations ständig kleine dramatische, zärtliche und komische Szenen auf, die zu einer szenischen Fassung drängen.


leitundlause zeigt die Récitations als Musiktheater für fünf Sängerinnen bzw. Schauspielerinnen. Die Aktionsformen und Bilder ergeben sich aus den musikalisch-kompositorischen Verfahren; die Szene wird weitgehend als eigene Stimme geführt. Die fünf Sopranstimmen singen und agieren mal, als wäre es nur eine, mal laufen sie zu einem babylonischen Stimmengewirr auseinander, und schließlich geht ihnen allen gemeinsam die Luft aus. Objekte und Kostüme wurden gleichzeitig und in engem Austausch mit der Szene entwickelt.



Presse:

„...Fünf Frauen mit virtuosen Stimmen, exekutieren Szenen aus dem Alltag.(...)Sprache war hier abstrakte Lautfolge, surrealistische Bedeutungserweckerin, kontrapunktisch gestammelte Solmnisationssilbe, gebellt, gehaucht, geschrien, gesungen, gefaucht.“

(Basler Zeitung 24. August 2002)


„Mit rhythmischer Virtuosität, extremen Registerfarben und beharrlich wiederkehrenden Motiven wird in den „Récitatons“ das Französische nachgeahmt ohne Sinn zu machen. (...) Die Aktionen der Sängerinnen wurden stimmig in den Rhythmus und den emotionalen Klang der Sprache integriert.(...) Großartig der Humor und die Tragik, die da drinstecken, aber auch die Vielschichtigkeit des Ausdrucks. Eine subtil durchdachte und virtuos ausgelotete Produktion.“

(Argauer Zeitung, 24.8. 2002)


Das Ensemble unter der Leitung von Matthias Rebstock hat aus Teilen der Komposition eine musiktheatralische Aktion für fünf Frauenstimmen erarbeitet, die in dieser Form neu ist.(...) Ihre besondere Stärke liegt in den unterschiedlichen Herangehens- und Sichtweisen von Musikern, Schauspielern und bildenden Künstlern, wodurch Musik, Aktion und Objekt stärker inenandergreifen können. So spielt denn auch die Ausstattung (Sabine Hilscher) eine eigenständige Rolle im szenischen Geschehen, ermöglicht Aktionen und bot Klangmaterial.(...)Stimmgebrauch, Sprache und Ausdruck bilden zusammen ein enormes Potenzial, das vom Ensemble konsequent genutzt wurde. Das Resultat war ein sinnlich-poetisches teilweise grotesk-komisches Spiel der fünf Vokalistinnen Sabine Hilscher, Irmtraud Hortskotte, Sarah van der Kemp, Ursula Renneke und Mariel Supka.

(Rheinische Post 27.9.2001)